Gemeindliche Ausgleichsflächen und Öko-Konten

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Ein nicht vermeidbarer Eingriff, wie er durch die Ausweisung von Baugebieten im Rahmen der Bauleitplanung, durch den Straßen- oder Leitungsbau oder durch viele sonstige Vorhaben entsteht, macht nach Art. 6f Bayerisches Naturschutzgesetz (BayNatSchG) einen Ausgleich erforderlich. Dementsprechend müssen auf anderen Flächen landschaftspflegerische und der Natur dienliche Maßnahmen durchgeführt werden, um die ökologische Qualität dieser Flächen deutlich zu steigern. Die somit ökologisch höherwertigen Flächen sollen die Eingriffe in Natur und Landschaft "ausgleichen" und sind dauerhaft zu sichern und zu erhalten. Wenn ein Ausgleich nicht möglich ist, sind die unvermeidbaren Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft durch Ersatzmaßnahmen zu kompensieren.

Die Gemeinde muss dementsprechend gleichzeitig mit dem jeweiligen Vorhaben für entsprechende Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen Sorge tragen oder kann auf die Flächen des Ökokontos zurückgreifen und den aktuellen Bedarf "abbuchen". Weiter ist in Art. 6b des BayNatSchG festgelegt, dass die für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen festgesetzten Flächen, sowie Ökokonto-Flächen dem LfU zu melden und im Ökoflächenkataster (ÖFK) zu erfassen sind. Das Ökoflächenkataster (ÖFK) wird gemäß Art. 39 BayNatSchG vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) geführt und laufend fortgeschrieben. Die Gemeinden haben die erforderlichen Angaben zu übermitteln. Mit dem Instrument des Ökokontos wird durch die vorzeitige Sicherung von Flächen und Maßnahmen eine flexible und effiziente Eingriffsplanung ermöglicht, die den Vorhabens- und Planungsträgern die Anwendung der Eingriffsregelung erleichtern kann. Frühzeitig im Rahmen eines großräumigen Konzepts geplante und durchgeführte Ausgleichsmaßnahmen können die Wirksamkeit von Ausgleichsmaßnahmen erhöhen und generell dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes trotz der Eingriffe zu erhalten. (Quelle: www.lfu.bayern.de)

Auch die Gemeinde Leiblfing kommt natürlich diesen gesetzlichen Vorgaben nach und verfügt über mehrere Öko-Kontenflächen. Aktuell gestaltete man im Herbst im Bereich „Hannytal“ westlich von Hailing eine Fläche von 0,54 ha entsprechend der naturschutzfachlichen Planungen aus den Jahren 2001/2005 als künftiges Öko-Konto (Nr. 5 im gemeindlichen Öko-Kontenverzeichnis). Sämtliche Arbeiten wurden durch den gemeindlichen Bauhof fachgerecht ausgeführt und vom Landschaftsarchitekturbüro Eska, Bogen in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Straubing-Bogen abgenommen.

 

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